Für Risikogruppen / Risikosituationen empfohlene Impfungen

FSME Grippe (Influenza) Hepatitis A
Hepatitis B Meningokokken Keuchhusten
Pneumokokken Tollwut Tuberkulose
Varizellen /Windpocken    

 

für Auslandreisen

siehe Abschnitt Reisemedizin

Zecken-Hirnhautentzündung (FSME)

Impfschema:
3 Dosen zu den Zeitpunkten 0, 1 und 6 bzw. 10 Monate (abhängig vom Impfstoff)
•Auffrischimpfungen werden nur noch alle 10 Jahre empfohlen, da die Notwendigkeit von häufigeren Auffrischimpfungen nicht belegt ist.

Diese Hirnhautentzündung wird von einem Virus verursacht, welches im Frühsommer durch den Stich einer befallenen Zecke (Holzbock) übertragen wird.
Nicht überall übertragen Zecken diese Krankheit; es gibt relativ gut begrenzte sogenannte Epidemiegebiete:



(zum Vergrössern auf die Karte klicken!)
Weitere Karten gibt es auch bei www.zecken.de.



Auch in diesen Gebieten sind nur ca 1-2% aller Zecken Überträger der Krankheit. D.h. statisitsch gesehen wird bei jedem fünfzigsten Zeckenstich die Krankheit einmal übertragen.
Wenn man von einer infizierten Zecke gestochen wird, passiert einem in 80% der Fälle gar nichts. 20% der Gestochenen (statistisch gesehen jeder tausendste Zeckenstich) machen nach 7 - 14 Tagen eine grippeähnliche Erkrankung durch mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, welche in 90 % komplikationslos vergeht und meist eine lebenslange Immunität gegen die FSME hinterlässt.
10% der Erkrankten (statistisch jeder zehntausendste Zeckenstich) erleiden dann einen zweiten Fieberschub, welcher meist höher ist und neurologische Schäden zurücklassen oder (in 1% der Fälle, jeder millionste Zeckenstich) zum Tode führen kann.
Die Wahrscheinlichkeit, an der Zeckenenzephalitis zu erkranken ist äusserst gering. Doch für diejenigen, die krank werden,ist das Risiko von Langzeitschäden relativ hoch; es steigt auch mit dem Alter des Patienten.
Die Empfehlungen lauten deshalb, mit der Indikationsstellung zur Impfung grosszügig zu verfahren.

Die Impfung wird allen Erwachsenen und Kindern (ab 6 Jahren), die in einem Endemiegebiet wohnen
oder sich zeitweise dort aufhalten, seit 2006 empfohlen. Bei Kindern unter 6 Jahren ist eine Impfung nicht angezeigt, da schwere Erkrankungen in dieser Altersgruppe selten sind. Eine Impfung erübrigt
sich für Personen, welche kein Expositionsrisiko haben.

Saisonale Grippe (Influenza)

Impfschema:
1 Dosis jährlich im Oktober/November (da sich die Viren jedes Jahr leicht verändern)  für Personen mit erhöhtem Komplikationsrisiko bei einer Grippeerkrankung.
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Empfohlen für:
Personen (ab dem Alter von 6 Monaten) mit einer der folgenden chronischen Erkrankungen:
Herzerkrankung,
Lungenerkrankung (insbesondere Asthma bronchiale),
Stoffwechselstörungen wie zum Beispiel Diabetes oder morbide Adipositas [BMI ≥ 40]),
Asplenie oder Funktionsstörung der Milz
 Immundefizienz (wie zum Beispiel HIV-Infektion, Krebs, immunsuppressive Therapie);
Schwangere Frauen ab dem 2. Trimenon und Frauen, die in den letzten 4 Wochen entbunden haben;
Frühgeborene
Patientinnen und Patienten in Pflegeheimen und in Einrichtungen für Personen mit chronischen Erkrankungen.

Hepatitis A

Impfschema:
2 Dosen im Abstand von 6 Monaten.

Das Hepatitis-A Virus (HAV) wird fäko-oral, durch Getränke und Nahrungsmittel sowie durch direkten Kontakt mit einer infizierten Person, welche das Virus im Stuhl ausscheidet übertragen.

Hepatitis A äussert sich durch Fieber, Unwohlsein, Appetitlosigkeit und oft langdauernde Abgeschlagenheit ist. Die Inkubationszeit beträgt 20-30 Tage. Infizierte Kinder unter sechs Jahren zeigen selten Smptome. Bei älteren Kindern und Erwachsenen verläuft die Infektion jedoch meist symptomatisch und oft  tritt eine Gelbsucht auf. Die Krankheit heilt in der Regel spontan aus. Die Infektion ist nie chronisch und hinterlässt eine lebenslange Immunität.

Ab dem Alter von 1 Jahr bei folgenden Personen empfohlen:
Drogeninjizierende Personen;
Männer mit sexuellen Kontakten zu Männern;
Personen mit engem beruflichen Kontakt zu Drogenkonsumierenden;
Kanalisationsarbeiter und Angestellte von Kläranlagen
Laborpersonal, das mit Hepatitis-A-Viren arbeitet;
bestimmte Auslandreisen

Hepatitis B

Impfschema:
Für Kinder im Alter von 1–15 Jahren besteht die Impfung
aus 2 Dosen im Abstand von 6–12 Monaten.
 Ab 16 Jahren besteht die Impfung aus 3 Dosen (0, 1, 6 Monate).
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Empfohlen für:
Neugeborene von Hepatitis-B-positiven Müttern;
Patienten mit einer chronischen Lebererkrankung;
Personen mit einer Immuninsuffizienz.
Medizinal- und Pflegepersonal;
Angestellte in medizinischen Laboratorien;
Hämodialysepatienten;
Drogenkonsumenten;
enge Kontaktpersonen von HBsAg-positiven Personen;
Sozialarbeiter, Gefängnispersonal und Polizeiangestellte
bestimmte Auslandreisen

Hirnhautentzündung (Meningokokken Typ A,C,W,Y)

Impfschema:
2 Dosen im Abstand von 4-8 Wochen; Auffrischung alle 5 Jahre.
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Empfohlen für:
Personen ab 12 J. mit komplexen Schwächen der Infektabwehr und beruflichem Expositionsrisiko
bestimmte Auslandreisen

Keuchhusten (Pertussis)

Impfschema:
- einmalige Auffrischimpfung für Personen, welche regelmässig Kontakt zu Säuglingen unter sechs Monaten haben.
- schwangere Frauen in jeder Schwangerschaft (vorzugsweise im 2. Trimester)
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Pneumokokken

Impfschema:
3 Dosen bis zum Alter von 11 Mt. zum Zeitpunkt 2, 4 und 12 Mten,
2 Dosen im Alter von 12 - 23 Mt. zum Zeitpunkt 0 und 2 Mten,
1 Dosis im Alter von 2 - 5 Jahren und im Erwachsenenalter.
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Empfohlen für:
Patienten mit chronischen Herz-Lungen-Krankheiten,
Diabetes mellitus des Erwachsenen,
Niereninsuffizienz,
chronische Hepatopathien,
HIV-Infektion,
anatomischer oder funktioneller Asplenie,
immunologischen Störungen mit einer verminderten Immunantwort

Tollwut (prä - expositionelle Impfung)

Impfschema:
3 Dosen an den Tagen 0, 7 und 28 (oder 21) und eine Auffrischimpfung nach 12 Monaten.

Tollwut ist eine fast immer tödlich verlaufende Krankheit. Der Erreger, das Tollwutvirus wird durch den Biss infizierter Säugetiere (in Europa zumeist Füchse und Fledermäuse) übertragen.
Die Zeit zwischen Ansteckung und Krankheitsausbruch dauert  zwischen 20 und 60 Tagen. Es kommt zu allgemeinem Unwohlsein, Fieber, im weiteren Verlauf treten Muskelzuckungen, Angstgefühle sowie Atem- und Schluckkrämpfe. Lähmungen und Bewusstlosigkeit auf. Der Tod erfolgt durch die Lähmung des Atemzentrums.
Eine tollwutverdächtige Tierverletzung muss sofort ausgiebig mit Seifenwasser ausgewaschen werden!

Empfohlen für
Tierärzte, tierärztlichen Praxisassistenten,Tierpflegern, -händlern und Seuchenpolizisten;
Fledermaus-Forschern, -Schützern und -Liebhabern,
Personal in Labors mit Tollwut-Diagnostik,
bestimmte Auslandreisen

Tuberkulose (BCG)

Die Tuberkulose wird vom Mycobacterium tuberculosis verursacht und durch Tröpfcheninfektion weiterverbreitet. Nur bei etwa 10% der Angesteckten entwickelt sich (meistens) eine Lungentuberkulose, auch andere Organe können befallen werden. Die Erkrankten husten meist  und haben Brustschmerzen. Typisch sind auch Fieber, Gewichtsabnahme, Appetitlosigkeit, Nachtschweiss und Müdigkeit..
Die Therapie besteht aus einer Kombination verschiedener Antibiotika.
Empfohlen für:
neugeborene Migranten aus Ländern, wo die Tuberkulose häufig ist und die wieder dorthin zurückkehren

Windpocken (Varizellen)

Impfschema für Personen mit erhöhtem Risiko ab dem Alter von 12 Monaten:
2 Dosen im Abstand von mindestens 1 Monat.
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Empfohlen für:
Personen mit Leukämie oder malignem Tumor
vor einer immunsuppressiven Behandlung oder Organtransplantation;
Kinder mit einer HIV-Infektion 
Personen mit engem Kontakt zu oben genannten Patienten (Geschwister, Eltern);
Medizinal- und Pflegepersonal (insbesondere der Bereiche Gynäkologie/Geburtshilfe, Pädiatrie, Onkologie,
Intensivmedizin, Betreuung von immunsupprimierten Patienten);
Personen mit engem Kontakt zu Frühgeborenen Geschwister, Eltern.


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