Empfohlene Basisimpfungen

DTP Polio MMR
HIB Hepatitis B Varizellen
HPV Grippe (Influenza) Pneumokokken

 

Diphterie, Starrkrampf, Keuchhusten

Impfschema (Kombinierte Impfung):
Im Alter von 2, 4, 6, 15 Monaten, 7, 15 Jahren.
Als Erwachsene mit 25, 45 und 65 J., dann alle 10 Jahre.

Diphterie

ist eine bakterielle Infektionskrankheit, welche nur beim Menschen vorkommt. Die Übertragung erfolgt meist durch Tröpfchen (Sprechen, Niesen, Husten), selten durch Schmierinfektionen. Die Krankheit beginnt mit einer einfachen Angina. Sie kann rasch einen lebensbedrohlichen Verlauf nehmen. Rund 10% der Erkrankungen verlaufen trotz Behandlung tödlich. Im Rachen bilden sich Beläge, welche die Atemwege einengen und so die Atmung erschweren oder verunmöglichen. Gewisse Diphtheriebakterien sondern ein Gift ab, welches zu Herzmuskelschwäche, Nervenlähmungen und anderen Organkrankheiten führen kann. Dank der Impfung sind in der Schweiz seit 1984 keine Diphtherie-Fälle mehr aufgetreten. Die Diphtherie kommt aber nach wie vor in Ländern vor, die nur nur wenige Flugstunden entfernt sind (z.B. Russland, Nordafrika etc.).

Tetanus

Starrkrampfbakterien kommen überall vor, ins­besondere in der Erde oder im Strassenstaub und im Darmtrakt von Menschen und Tieren. Bereits eine kleine, un­bemerkte Verletzung kann zu einerStarrkrampf-Erkrankung führen. Die Bakterien bilden ein Gift, welches das Nervensystem befällt und äusserst schmerzhafte Muskelkrämpfe auslöst . Es kommt zu äusserst schmerzhaften Muskelkrämpfen.
Wird die Atemmus­kulatur betroffen, führt diese Erkrankung trotz bester medizinischer Behandlung in rund 25% der Fälle zum Tode. In der Schweiz zählt man nur noch 0 – 2 Fälle jährlich, meistens bei älteren, nicht geimpften Personen, aber auch bei nicht geimpften Kindern.

Keuchhusten

Keuchhusten (Pertussis)  ist eine sehr ansteckende bakterielle Infektionskrankheit, die mit Hustenanfällen, ziehender Einatmung und Erbrechen von Schleim und Nahrung einhergeht und zu schweren Erstickungsanfällen führen kann (im Volksmund als «Stickhusten» oder «Blauhusten» bezeichnet). Die Anfälle können bis zu 50-mal pro Tag auftreten und sind erschöpfend und beängstigend Oft sind es übrigens die Eltern, welche ihreKinder unwissentlich anstecken. Die Hustenanfälle können während 3-4 Wochen anhalten und die Kinder am Schlafen, Essen und Atmen hindern. Vor allem bei Neugeborenen oder Säuglingen können bedrohliche Atempausen und Atemstillstände auftreten. Weitere Komplikationen sind Lungenentzündungen, Mittelohrentzündungen, und Hirnerkrankungen (0,5%) mit möglichen Dauerschäden des Gehirns. In 1 von 1000 Fällen endet die Erkrankung tödlich. Eine antibiotische Behandlung schützt nicht vor Komplikationen des Keuchhustens. Keuchhusten gefährdet vor allem Säuglinge, die sogar daran sterben können. In den letzten 15 Jahren sind in der Schweiz nur noch vereinzelte Todesfälle vorgekommen.

Poliomyelitis (Kinderlähmung)

Impfschema:
Im Alter von 2, 4, 6, 15 Monaten, 7  Jahren (oft mit DTP kombiniert)
Auffrischimpfung nur noch bei Reisen in gewisse tropische Länder.

Verursacher der Kinderlähmung ist ein Virus, das durch Schmierinfektionen übertragen wird (mit Fäkalien verunreinigtes Wasser). Diese Polioviren zerstören die Zellen des Nervensystems und rufen dadurch Lähmungen in verschiedenen Körperregionen hervor. Die Folgen können tragisch sein: Wenn die Atemmuskulatur mitbefallen ist, braucht der Patient künstliche Beatmung, und betroffene Gliedmassen bleiben oft lebenslang geschwächt oder völlig gelähmt. Bei vielen verläuft die Infektion ohne jegliche Krankheitszeichen. Bei rund 1% der Infizierten kommt es jedoch zu einer Erkrankung mit akuten schweren und oftmals bleibenden Lähmungen. Die Kinder wurden häufig gesund ins Bett gebracht und waren am nächsten Morgen gelähmt. Die Lähmungen können sich auf Arme und Beine ausdehnen.
Wird im Hirn das Atem- und Kreislaufzentrum betroffen, kann die Kinderlähmung in 20 – 60% tödlich verlaufen.
Es gibt keine Medikamente zur Behandlung der Kinderlähmung. Dank der Impfung ist in der Schweiz seit 1982 kein Fall von Kinderlähmung mehr aufgetreten. Das Virus zirkuliert aber immer noch in verschiedenen Ländern der Erde.
Durch die Zunahme von Auslandreisen besteht allerdings das Risiko einer Infektion mit Polioviren weiterhin. Gesund erscheinende Reisende können die Viren wieder einschleppen. Deshalb ist es weiterhin wichtig, die Bevölkerung durch die Impfung vor dieser Gefahr zu schützen. So haben sich zum Beispiel in den letzten Jahren in Europa einige Ausbrüche von Kinderlähmung ereignet, die entweder in umgeimpften Bevölkerungsgruppen (Impfverweigerer, z.B. eine religiöse Gemeinschaft in Holland, 1992/93) oder in einer ungenügend geimpften Bevölkerung (z.B. Albanien 1996, Rumänien 2000, Bulgarien 2001) aufgetreten sind.

Masern, Mumps, Röteln

Impfschema (Kombinierte Impfung):
2 Dosen: im Alter von 12 und 24 Monaten.

Masern

Die Masern waren früher eine weit verbreitete Krankheit. Die Masern werden zu Unrecht oft als banale Erkrankung angesehen. Sie sind im direkten Kontakt mit Kranken sehr ansteckend. Ihr Anfangsstadium erinnert an eine Erkältung, aber bald treten hohes Fieber und ein Ausschlag mit schwerem Krankheitsgefühl und quälendem Husten auf. Nach einigen Tagen erscheinen rote Flecken im Gesicht und erstrecken sich nach und nach über den ganzen Körper. Auch ohne Komplikationen sind die Masern oft eine grosse Belastung: Meist hat das Kind für mindestens eine Woche nicht die Kraft, das Bett zu verlassen. Komplikationen sind bei Masern häufig (bei ungefähr einer von sechs Personen). Die schwersten Komplikationen sind die Lungenentzündung und die Gehirnentzündung, welche schwere Schäden des Nervensystems zur Folge haben kann. Man schätzt, dass es ohne Impfung in der Schweiz jedes Jahr zu 40–70 Gehirnentzündungen (Enzephalitis, die tödlich verlaufen oder bleibende Schädigungen (verlangsamte geistige Entwicklung oder Lähmungen) hinterlassen kann (1 von 2000 Erkrankten) und  zu 15–40 Todesfällen kommen würde. Weitere Komplikationen sind Entzündungen der Lungen, Bronchien und des Mittelohrs oder Krämpfe, welche die Krankheitsdauer verlängern. Das Masernvirus hemmt während mehreren Monaten die Funktion der Zellen des Immunsystems und begünstigt dadurch andere, vor allem bakterielle Infektionen. In der Schweiz wurden innerhalb der letzten fünfzehn Jahre noch mindestens sieben Todesopfer bei Kindern durch Masern gezählt.
In den Ländern, die sehr umfassend impfen (z.B. Schweden, Finnland, Holland, USA), sind die Masern sehr selten geworden oder ganz verschwunden. Dazu müssen allerdings 95% aller Kleinkinder zweimal geimpft werden.

Mumps

Bei Mumps treten nach uncharakteristischen Krankheitszeichen mit leichtem Fieber ein- oder beidseitig Schwellungen an den Ohrspeicheldrüsen auf, was den Anschein von «Hamsterbacken» gibt und die auch auf die anderen Speicheldrüsen im Mund- und Rachenraum übergreifen können. Mumps verläuft im allgemeinen harmlos; gelegentlich treten aber schwerere Komplikationen auf, z.B. Taubheit. Die möglichen Komplikationen sind eine Meningitis (Entzündung der Hirnhaut), Taubheit (vorübergehend oder bleibend) und vor allem bei Männern nach der Pubertät häufig eine sehr schmerzhafte Entzündung der Hoden. (Mumps ist die häufigste Ursache von viralen Hirnhautentzündungen (Meningitis) bei unter 15-jährigen).

Röteln

Die Röteln verursachen leichtes Fieber, kleine rote Flecken auf der Haut und geschwolle­ne Lymphknoten im Nacken. Bei Erwachsenen können sie auch eine Gelenkentzündung verursachen. Aber am häufigsten verlaufen die Röteln unbemerkt und die erkrankte Person realisiert nicht, dass sie die Personen in ihrer Umgebung ansteckt. Röteln sind zwar sehr ansteckend, im Allgemeinen handelt es sich aber um eine harmlose Infektionskrankheit Für schwangere, nicht geimpfte Frauen sind die Röteln hingegen eine schlimme Erkrankung: Das Virus infiziert das ungeborene Kind in den ersten 4 Schwangerschaftsmonaten und verursacht eine Fehlgeburt oder schwere Missbildungen (z.B. Missbildungen des Herzens, Blindheit, Taubheit, geistige Behinderung), die teilweise zum Tod führen können. Schwangere Frauen werden in den meisten Fällen durch ein an Röteln erkranktes Kind, teilweise auch durch ihren Partner angesteckt.Es ist deshalb wichtig, dass alle Kinder, d.h. Knaben und Mädchen, geimpft werden, damit sie die Infektion nicht weitertragen.

Haemophilus Influenzae Typ B

(HiB, "Hirnhautentzündung")

Impfschema (oft mit DTP kombiniert):
Im Alter von 2, 4, 6 Monaten.

Hinhautentzündung (Meningitis) und Entzündungen des Kehlkopfs (Epiglottitis) sind Infektionen, die durch den Erreger Hämophilus influenzae Typ b (HiB) entstehen können. Sie gehören zu den  häufigsten schweren Infektionskrankheiten bei Säuglingen und Kleinkindern. Haemophilus ist ein Bakterium, das auch Lungenentzündungen, Blutvergiftungen, Ohrenentzündungen, Entzündungen der Gelenke und der Haut hervorruft. Vor der Impfung war es der häufigste Erreger von bakteriellen Hirnhautentzündungen und Kehlkopfentzündungen bei Kleinkindern.
Kehlkopfentzündungen und Hirnhautentzündungen können immer noch tödlich verlaufen. Vor Einführung der Impfung erkrankten jedes Jahr in der Schweiz ungefähr 200 Kinder, von denen einzelne an den Komplikationen starben (bei Kehlkopfentzündungen durch Ersticken). Die Hirnhautentzündung kann Taubheit und Entwicklungsstörungen durch Hirnschäden zur Folge haben.

Hepatitis B

Impfschema:
2 Dosen im Abstand von 6 Monaten im Alter von 11-15 Jahren.
(Siehe auch: Impfungen für Risikogruppen)

Die Hepatitis B ist eine infektiöse Leberentzündung, die durch das Hepatitis-B-Virus ausgelöst wird, Dieses wird durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten infizierter Personen übertragen: Beim Geschlechtsverkehr, bei auch kleinsten Hautverletzungen (Tattoos, Piercings!) oder den gemeinsamen Gebrauch von Injektionsspritzen. Infizierte Mütter können die Krankheit während der Geburt auf ihr Kind übertragen.
Hepatitis B ist zehnmal ansteckender als das HIV, so dass für die Übertragung schon eine minimale Blutmenge genügt, um sich anzustecken.

 Das typische Zeichen ist die Gelbsucht. Die Infektion verläuft aber häufig unbemerkt oder macht sich nur durch nicht sehr typische Symptome (Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit etc.) bemerkbar. Die akute Hepatitis B verläuft selten tödlich. Die Mehrzahl der infizierten Personen erholt sich ohne Folgen. Bei etwa 5–10% wird die Infektion aber chronisch, d.h. das Virus bleibt ständig im Körper vorhanden. Diese Personen können das Virus lebenslang weiterverbreiten und nach Jahren oder Jahrzehnten an einer Leberschrumpfung (Zirrhose) oder an einem Leberkrebs erkranken. Im Gegensatz zu den Erwachsenen entwickelt die Mehrzahl der Kinder eine chronische Infektion.

Windpocken (Varizellen)

Impfschema:
2 Dosen im Abstand von 4 Wochen im Alter von 11-15 Jahren, wenn die Windpocken nicht durchgemacht wurden.
(Siehe auch: Impfungen für Risikogruppen)

Die bekannte, sehr ansteckende Viruskrankheit wird von 96% aller Kinder durchgemacht und ist harmlos. Demzufolge riskieren aber 4 von 100 Personen eine Ansteckung im Erwachsenenalter, was mit einer hohen Komplikationsrate (Bakterielle Infekte wie Lungenentzündungen, Hirn- oder Hirnhautentzündungen) verbunden ist, insbesondere während der Schwangerschaft oder bei Immunabwehrschwächen.

Impfung gegen HPV

Impfschema:
2 Dosen (Monat 0, 6)  für Mädchen im Alter von 11-15  Jahren.
3 Dosen (Monat 0,2,6) für Mädchen ab 16 Jahren
(Siehe auch: Ergänzende Impfungen)

Gebärmutterhalskrebs wird durch Humane Papilloma-Viren verursacht. 70 von 100 Menschen stecken sich einmal mit dem Virus an, welches für Männer ungefährlich ist, aber bei jeder fünften erkrankten Frau eine Vorstufe von Gebärmutterhalskrebs erzeugt. Das Infektionsrisiko erhöht sich mit der steigender Anzahl von Geschlechtspartnern.Die Impfung bewirkt bei fast 100 % der Geimpften einen ausreichenden Schutz gegen die Ansteckung mit dem HPV. Mögliche Nebenwirkungen: Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, Fieber.

Saisonale Grippe (Influenza)

Impfschema:
1 Dosis jährlich im Oktober/November (da sich die Viren jedes Jahr leicht verändern)  für Personen über 65 Jahren (Basisimpfung).
(Siehe auch: Impfungen für Risikogruppen)

Die Grippe (Influeza) ist eine akute Atemwegserkrankung, welche vor allem im Winter vorkommt und von den Viren Influenza Typ A und Typ B verursacht wird.Sie äussert sich oft durch hohes Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Kopf- und Halsschmerzen.
Die Intensität und die Schwere der Grippe-Epidemie ist von Jahr zu Jahr unterschiedlich.

Pneumokokken

Impfschema:
1 Dosis für Personen über 65 Jahren (Basisimpfung).
(Siehe auch: Ergänzende Impfung für Kinder und Impfungen für Risikogruppen)

Pneumokokkenerkrankungen z.B. Mittelohrentzündungen, Hirnhautentzündungen (vor allem bei Kindern unter 2 Jahren)  oder Lungenentzündungen (bei älteren und chronisch kranken Menschen) werden durch verschiedene Typen des Bakteriums Streptococcus pneumoniae (Pneumokokken) verursacht. Oft leben sie im Nasen-Rachen-Raum vieler Menschen, ohne  diese krank zu machen.


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