Malaria

Die Falciparum- Malaria (M. tropica) ist eine schwere parasitäre Infektionskrankheit in tropischen Ländern, welche von durch Mücken (Anopheles) übertragenen Plasmodien (Plasmodium falciparum) verursacht wird und unbehandelt zum Tode führen kann.
Daneben gibt es noch drei weitere Arten der Malaria.

Verlauf der Krankheit:

Kurz nach dem Stich des Moskitos dringt der Parasit in die Blutbahn ein und siedelt sich in der Leber an, wo er sich zunächst nur vermehrt ohne, dass Symptome auftreten. Die Parasiten befallen dann die roten Blutkörperchen, in denen sie sich vermehren, bis die Blutkörperchen platzen. Ausserdem kann sich durch die Infektion deren Form so verändern, dass sie Blutgefässe lebenswichtiger Organe verstopfen, wie beispielsweise des Gehirns. Zwischen dem Stich und den ersten Beschwerden liegen mindestens sechs Tage.

Die Krankheit äussert sich mit:

Fieber >38 °C, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, manchmal auch Übelkeit, Erbrechen und Durchfällen.
Die ersten Zeichen können mild sein, wie bei einer Grippe. Nichts desto trotz muss man immer an eine Malaria denken, die ohne rechtzeitige Behandlung tödlich verlaufen kann. Die Beschwerden und das Fieber können Monate bis Jahre nach einer Reise in ein Risikogebiet auftreten. Die Malaria bei einer Schwangeren ist besonders ernst, denn die Erkrankung steigert das Risiko einer Fehlgeburt, sowie die Gefahr, das Mutter und Kind sterben. Bei Kindern kann der Verlauf ebenfalls sehr schnell sein. Die Krankheit verläuft meist schwerer und ist oft tödlich.

Notwendige Massnahmen

Ob eine vorbeugende Behandlung oder die Mitnahme eines Notfallmedikamentes empfohlen wird, richtet sich nach dem Gebiet, in welchem das Reiseland liegt:

Medikamentöse Prophylaxe

In Hochrisikogebieten, wo überwiegend Mefloquin-sensible Falciparum-Malariastämme vorkommen, wird Mefloqun (Mephaquin®, Lariam®), Atovaquon/Proguanil(Malarone®) oder Doxycyclin (Monohydrat-Präparate) ohne spezielle Einschränkungen empfohlen. Bei korrekter Einnahme kann damit der Ausbruch einer Falciparum-Malaria in über 80% der Fälle verhindert werden.

Notfall-Selbstbehandlung

In Gebieten mit mittlerem oder geringem Malariarisiko, wo überwiegend Mefloquin-sensible Falciparum-Malariastämme vorkommen, wird Artemether/Lumefantrin (Riamet®), Atovaquon/Proguanil (Malarone®) oder Mefloquin (Mephaquin®, Lariam®) empfohlen.


Nicht-medikamentöse Schutzmassnahmen

Diese dürfen auf keinen Fall vernachlässigt werden. Nach der Abenddämmerung wird bei Aufenthalt im Freien die flächendeckende Applikation von Repellentien auf die unbedeckte Haut sowie das Tragen von heller, nicht eng anliegender Kleidung empfohlen.
Mit Insektiziden behandelte Kleider geben einen zusätzlichen Schutz. Zum Schlafen soll man sich in klimatisierten Räumen aufhalten, welche vorher mit einem Insektizid (Knockdown-Spray) vorbehandelt wurden, oder ein mit Insektiziden imprägniertes Mückennetz benützen.
Ganz wichtig:   Die Malariaerreger brauchen mindestens 6 Tage (bis zu mehreren Wochen !) Entwicklungszeit im Körper, bis die Krankheit ausbricht. Vor allem bei nicht korrekt durchgeführter Medikamenteneinnahme verlängert sich diese Zeit unter Umständen.
Die Möglichkeit, nach den Ferien zu Hause zu erkranken, besteht also durchaus !


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